Die Trichoskopie ist eine spezialisierte Untersuchung, bei der die Haarstruktur und der Zustand der Kopfhaut unter starker Vergrößerung detailliert beurteilt werden. Im Rahmen der Untersuchung werden Haarfollikel, Follikelöffnungen und Blutgefäße der Kopfhaut analysiert sowie auf Anzeichen von Entzündungen, Schuppenbildung oder Verhornungsstörungen geachtet. Zudem ermöglicht die Trichoskopie die Beurteilung der Haarqualität und -dicke sowie die Erkennung von Veränderungen, die für verschiedene Arten von Haarausfall und Kopfhauterkrankungen charakteristisch sind.
Die Untersuchung erfolgt mithilfe eines Trichoskops – einer Spezialkamera für die Kopfhautdiagnostik –, die Bilder in starker Vergrößerung liefert. Dadurch kann der Arzt oder Trichologe Veränderungen erkennen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind, und den Zustand von Haar und Kopfhaut bereits bei einem einzigen Termin präzise beurteilen.
Die Trichoskopie wird häufig zur Diagnose von Haut-, Kopfhaut- und Haarkrankheiten eingesetzt und ist ein wichtiger Bestandteil der diagnostischen Beurteilung. Die Untersuchungsergebnisse helfen in Kombination mit der Anamnese und der ärztlichen Untersuchung dabei, eine Diagnose zu stellen und das weitere diagnostische oder therapeutische Vorgehen zu planen.