Narben, die durch Verletzungen, Eingriffe oder vernarbende Alopezie entstehen, stellen ein ästhetisches Problem dar, das jeden betreffen kann. In ihrer Struktur weisen Hautnarben keine für gesunde Haut typischen Elemente auf und sind frei von Haarfollikeln. Eine Haartransplantation in den Narbenbereich ist eine wirksame Methode, um Narben auf der Kopfhaut oder an anderen behaarten Körperstellen zu kaschieren. Dieses Verfahren verhilft dem Patienten zu einem möglichst vorteilhaften Erscheinungsbild; allerdings muss die Haut nach einer Verletzung zunächst vollständig abgeheilt sein.
Wie funktioniert eine Haartransplantation in eine Narbe?
Bei der Haarwiederherstellung werden in erster Linie Haarfollikel von einem behaarten Körperbereich (z. B. der Kopfhaut) in den von Haarausfall betroffenen Bereich – im konkreten Fall in eine Narbe – verpflanzt. Der Eingriff ist anspruchsvoll, da der Arzt die geeignetsten Haarfollikel auswählen muss. Bereits nach drei Monaten lässt sich ein erneutes Haarwachstum beobachten.
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Zur Gewinnung von Haarfollikel-Einheiten wird meist die FUE-Methode angewandt; sie ermöglicht die Entnahme von etwa 2.000 bis 3.500 Transplantaten, wobei nach dem Eingriff lediglich kleine Narben zurückbleiben, die nach der Abheilung praktisch unsichtbar sind.
Die FUE-Haartransplantationsmethode ist eines der modernsten Verfahren, die weltweit angeboten werden. Sie ermöglicht die Transplantation von Haaren aus dem Spenderbereich mithilfe feiner Nadeln an die von Haarausfall betroffenen Stellen.
Der Transplantationsvorgang gliedert sich in zwei grundlegende Phasen:
- Vorbereitung der Mikrotransplantate – dabei entnimmt der Arzt einzelne Transplantate oder – in schwierigeren Fällen – einen Streifen behaarter Kopfhaut. Anschließend werden einzelne Haarfollikel samt dem sie umgebenden, millimetergroßen Gewebe präpariert.
- Die Implantation eines Haarfollikels umfasst sowohl die Qualitätsbeurteilung der entnommenen Einheiten als auch deren Vorbereitung für das Einsetzen in den Empfängerbereich. Der Vorgang erfolgt durch feine Einstiche, die in einem bestimmten Winkel gesetzt werden, um dem Haar die gewünschte Wuchsrichtung zu verleihen. In die so geschaffenen Einstichstellen wird der zuvor entnommene Haarfollikel mithilfe spezieller Instrumente transplantiert.
Während des Eingriffs wird eine Lokalanästhesie angewendet, die das Risiko von Komplikationen erheblich minimiert.
Indikationen für eine Haartransplantation in eine Narbe
Vor jeder Behandlung ist eine ärztliche Beratung erforderlich, bei der eine ausführliche Anamnese zu Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, Narben und Untersuchungsergebnissen erhoben wird. Es ist wichtig, bei diesem Termin alles anzusprechen, was Fragen, Bedenken oder Stress auslöst, da dies der richtige Zeitpunkt ist, um den gesamten Behandlungsablauf zu besprechen.
Eine Haartransplantation ist eine hervorragende Lösung bei:
- vernarbender Alopezie,
- traumatische Narben auf der Kopfhaut, die an sichtbaren Stellen liegen,
- von Operationsnarben,
- traumatische Narben an den Augenbrauen,
- traumatische Narben an der Oberlippe,
- sichtbare Narben an anderen Körperstellen, die das Haarwachstum verhindern.

Ergebnisse nach einer Haartransplantation in eine Narbe
Etwa eine Woche nach dem Eingriff schließt sich die Heilungsphase an, nach deren Abschluss die transplantierten Haare ausfallen. Dies ist ein völlig normaler Vorgang; nach etwa drei Monaten wachsen neue Haare auf der Kopfhaut des Patienten und machen das Ergebnis des Eingriffs sichtbar.
Eine von einem erfahrenen Arzt durchgeführte Transplantation liefert spektakuläre Ergebnisse. Der Wundheilungsprozess ist sehr kurz und dauert maximal zwei Wochen. An der Behandlungsstelle bilden sich zunächst kleine Krusten, die nach einigen Tagen von selbst abfallen (sie dürfen nicht abgekratzt werden!). Nach Abschluss des Heilungsprozesses entscheiden Arzt und Patient gemeinsam, ob weitere Behandlungsschritte erforderlich sind oder ob die Therapie beendet werden kann.
Sicherheit des Eingriffs
Eine Haartransplantation in Narbenbereiche mittels der FUE-Methode bietet eine hohe Kontrolle über die Qualität der für den Eingriff ausgewählten Haarfollikel. Dieses Verfahren hebt sich von anderen am Markt erhältlichen Methoden ab, und die Verwendung einer Lokalanästhesie erhöht die Sicherheit des Eingriffs. Für jede Haartransplantation sollte man sich an einen erstklassigen Spezialisten wenden, da der Eingriff vom Arzt ein hohes Maß an Geschick, Fachwissen und Konzentration erfordert. Die Haarfollikel müssen fachgerecht entnommen, aufbereitet und transplantiert werden. Die Haartransplantation erfordert keine lange Erholungszeit, ist sicher und liefert dauerhafte Ergebnisse.
Eine Haartransplantation in Narbenbereiche ist auch für sehr aktive Personen empfehlenswert, da diese schon nach kurzer Zeit wieder ihren Aktivitäten nachgehen können. Zudem ist der Eingriff ideal für Menschen, die einen größeren körperlichen Eingriff scheuen; da körpereigenes Material verwendet wird, lassen sich Abstoßungsreaktionen oder allergische Reaktionen vermeiden.
